facebook
mannebüro züri
Hohlstrasse 36
8004 Zürich

Telefon 044 242 08 88
info@mannebuero.ch

PC Konto 80-58162-8

Fachtagung «Porno-Stress»

Vorname
Name
Organisation
Funktion/Anstellung
Mahlzeiten
Fleisch
Vegetarisch
Mitteilung
E-Mail


Anmeldung für Nachmittag-Sessions


Wir freuen uns über Ihre Teilnahme an der Fachtagung. Während am Vormittag im Plenum Referate stattfinden, können Sie am Nachmittag an zwei verschiedenen Sessions (Workshop, Fachinput mit Gesprächsrunde oder Diskussionsforum) teilnehmen. Um sich für diese zwei Sessions anzumelden, kennzeichnen Sie bitte vier der unten aufgeführten Sessions mit Priorität 1,2,3 und 4.

Wir hoffen, möglichst alle Wünsche berücksichtigen zu können.


Workshop

1. Wenn Kinder von Pornos sprechen - Wie können wir altersgerecht darauf reagieren?

Lukas Geiser, Sexualpädagoge, MAS Gesundheitsförderung & Prävention, Dozent für Sexualpädagogik PH Zürich.
Esther Pomes, BSc in Psychologie, Fachperson sexuelle Gesundheit in Bildung und Beratung, Fachmitarbeiterin Kinder- und Jugendgesundheit Amt für Gesundheit Kanton Zug
1. Prioriät 2. Prioriät 3. Prioriät 4. Prioriät Keine Prioriät
Pornografieerfahrungen von Kindern zeigen sich oftmals durch sexuelle Äusserungen in Form von Geschichten oder Begriffen. Ihre Bilder über Sexualität sind mit dem Entwicklungsstand der Kinder oftmals nicht kongruent, da sie bewusst oder unbewusst Bilder der Erwachsenensexualität zu sehen bekommen oder davon hören. Da Erwachsenen oft nicht klar ist, ob und wie Kinder bereits Pornografie konsumieren, ist eine Verunsicherung seitens der Erziehungsverantwortlichen, Lehrpersonen und Sozialarbeitenden vorhanden. Es ist nötig, auf die sexualitätsbezogenen Äusserungen, Fragen und Geschichten der Kinder altersadäquat und verantwortungsvoll zu reagieren. Dabei stellt sich die Frage, wie im pädagogischen Kontext der Schule Gespräche über Pornografie und Sexualität gestaltet werden können, ohne dabei die Kinder zu überfordern. Im Workshop werden Handlungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung entwicklungspsychologischer Aspekte aufgezeigt und diskutiert.
Workshop

2. Pornografie mit Jugendlichen thematisieren – Sexualpädagogische Methoden für den Unterricht

Linda Bär, Fachperson sexuelle Gesundheit in Bildung und Beratung, Schulgesundheitsdienste der Stadt Zürich - Lust + Frust Fachstelle für Sexualpädagogik und Beratung
Harry Tritschler, Fachperson sexuelle Gesundheit in Bildung und Beratung, Schulgesundheitsdienste der Stadt Zürich - Lust + Frust Fachstelle für Sexualpädagogik und Beratung
1. Prioriät 2. Prioriät 3. Prioriät 4. Prioriät Keine Prioriät
Immer wieder liest man in Schlagzeilen darüber, dass Jugendliche mehr (illegale) Pornografie konsumieren und sich mit dem Versenden oder dem gegenseitigen Zeigen von pornografischen Inhalten häufiger strafbar machen. Vielerorts zeigt man sich besorgt über diese "Porno-Generation". Eltern, Erziehungsberechtigte und andere Bezugspersonen fühlen sich überfordert oder sind verunsichert und wissen nicht, wie damit umgehen.
Dass Pornos und der Umgang damit nicht nur bei Erwachsenen ambivalente Gefühle auslösen, zeigt sich auch im Gespräch mit Jugendlichen. Der Umgang mit diesen leicht zugänglichen Inhalten sollte reflektiert und in seinen vielfältigen Zusammenhängen diskutiert werden. Sexualpädagogisches Arbeiten beinhaltet das Aufgreifen aller Themen und Facetten der menschlichen Sexualität und schliesst das Thema Pornografie mit ein. Das stellt Pädagoginnen und Pädagogen, aber auch Jugendliche, vor Herausforderungen. Denn es handelt sich nach wie vor um ein Tabuthema, das die sexuelle Intimität berührt.
Wie Pornografie unter Berücksichtigung geschlechterspezifischer Unterschiede, sexueller Rechte und rechtlicher Aspekte in der Schule oder der Jugendarbeit verantwortungsvoll thematisiert und methodisch umgesetzt werden kann, wird im Workshop anhand von konkreten Beispielen für die Praxis aufgezeigt.
Fachinput mit Gesprächsrunde

3. Dekonstruktion von Pornografie aus medien- und sexualpädagogischer Sicht – Was ist in der Pädagogik möglich?

Bettina Roth, Sexualpädagogin, S&X Sexuelle Gesundheit Zentralschweiz
Dr. Peter Holzwarth, Dozent Medienbildung, PH Zürich
1. Prioriät 2. Prioriät 3. Prioriät 4. Prioriät Keine Prioriät
Noch nie konnten Erwachsene den Zugang der jüngeren Generation zu Pornografie weniger regulieren und kontrollieren als heute. Die meisten Jugendlichen sind schon früh mit Pornografie konfrontiert. Dies löst unterschiedlichste Empfindungen aus. In Zeiten von expliziten Darstellungen der Mainstream-Pornografie stellt sich immer mehr die Frage nach der sexuellen Normalität.
Genau da könnte eine medien- und sexualpädagogische Dekonstruktion ansetzen: Kann durch eine Auseinandersetzung mit Pornografie fernab ihrer primären Intention der Erregung eine Entzauberung stattfinden sowie der Erwartungs- und Leistungsdruck relativiert werden? Aus medien- und sexualpädagogischer Sicht wollen wir dieser Frage nachgehen und pädagogische Handlungsspielräume erkunden. Dabei werden auch konkrete Ideen besprochen, wie eine Dekonstruktion pornografischer Filme auf verschiedenen Ebenen aussehen könnte.
Diskussionsforum

4. Was nützt, was schadet?

Dr. Alexander Korte, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie,
Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Klinikum der Universität München
Moderation: Martha Weingartner, Fachstelle für Gleichstellung
1. Prioriät 2. Prioriät 3. Prioriät 4. Prioriät Keine Prioriät
In seinem Referat hinterfragt Alexander Korte kritisch den negativen Einfluss pornografischer Angebote auf minderjährige KonsumentInnen und unterscheidet dabei zwischen Kindern und Jugendlichen sowie den verschiedenen Inhalten von Online-Pornografie. Das Diskussionsforum bietet Gelegenheit für eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Themen und Fragen aus dem Referat.
Fachinput mit Gesprächsrunde

5. Lehrpersonen und Pornografie – zwischen Privatsache und Berufsverbot

Peter Kubli, Abteilungsleiter Schulführung, Volksschulamt des Kantons Zürich
1. Prioriät 2. Prioriät 3. Prioriät 4. Prioriät Keine Prioriät
Viele Erwachsene – auch Lehrpersonen – konsumieren Pornografie. Das ist eine Tatsache und mit Blick auf die Arbeit im Schulfeld in den wenigsten Fällen wirklich problematisch. Einige Lehrpersonen aber gerieten deswegen schon in Schwierigkeiten oder haben gar ihr Lehrdiplom verloren. Weshalb? Wo liegen die Grenzen? Wer definiert diese und beurteilt den Einzelfall – und mit welchen Konsequenzen? Anhand von realen Beispielen aus der Praxis diskutieren wir das Spannungsfeld zwischen reiner Privatsache und strafrechtlich relevanter Handlung, und wir befassen uns mit den Akteuren, die hier eine Rolle spielen: mit Lehrpersonen, Strafverfolgungsbehörden, Schulleitungen und Schulbehörden, Volksschulamt und Öffentlichkeit.
Workshop

6. Mit Männern über Sexualität und Pornografie reden

Martin Bachmann, systemischer Berater, Erwachsenenbildner, klinischer Sexologe, Männerberater im mannebüro züri
1. Prioriät 2. Prioriät 3. Prioriät 4. Prioriät Keine Prioriät
Das mannebüro züri berät seit 30 Jahren Männer in Krisensituationen, im Besonderen im Kontext von häuslicher Gewalt. Seit zehn Jahren führt es auch ein sexologisches Angebot mit Fragen rund um die Sexualität für Männer, die an der Art, wie sie Sexualität gestalten, leiden oder die bereits sexuelle Dysfunktionen haben. Dranghafter Pornografiekonsum und die Wirkung auf die Paar-Sexualität nehmen seither immer mehr Raum ein und stellen mittlerweile die Hälfte aller Anfragen in der sexologischen Beratung dar. Dieser Workshop zeigt auf, wie die sexologischen Beratungen im Einzelsetting und im Gruppenangebot „Sexsstress/Sexgenuss“ aussehen und ablaufen. Zudem können aus konkreten Fallbeispielen von Männern mit dranghaftem Pornografiekv onsum Erkenntnisse über die männerspezifische sexologische Beratungsarbeit sowie Vorgehensweisen für die Arbeit mit Männern gewonnen werden.
Fachinput mit Gesprächsrunde

7. Frauen schauen keine Pornografie! Oder doch?

Ursina Brun del Re, lic. phil., Psychotherapeutin FSP, Sexual- und Paartherapeutin
1. Prioriät 2. Prioriät 3. Prioriät 4. Prioriät Keine Prioriät
Die klassische Mainstream-Pornografie wird als „Männerwelt“ wahrgenommen, als von Männern für Männer gemacht, mit stereotypen Rollenzuteilungen, die machistische Sehgewohnheiten reproduzieren. Traditionelle Sozialisation müsste Frauen das Nutzen von Pornografie sowieso erschweren, auch wenn die Anzahl der Nutzerinnen laut den Statistiken der grossen Porno-Portale über die Jahre gestiegen sein soll. Wie ist es nun also: Schauen sich Frauen tatsächlich Pornos an? Nutzen Frauen Pornografie als Erregungsquelle für Selbstbefriedigung? Sehen sich Frauen andere Pornos an, feministische Pornografie? Was suchen Frauen, wenn sie Pornografie nutzen? Dieser Workshop beleuchtet, wann und wie Frauen welche Pornografie nutzen, worin sich weibliches Nutzungsverhalten von männlichem Konsum unterscheidet und welche Schwierigkeiten Frauen im Umgang mit Pornos haben.
Workshop

8. Arbeit mit Paaren – Pornografie als Thema in der Beratung

Werner Huwiler, Klinischer Sexologe ISI und Paartherapeut
1. Prioriät 2. Prioriät 3. Prioriät 4. Prioriät Keine Prioriät
Die Welt der Pornografie hat Einzug gehalten in die Welt von vielen Paarbeziehungen. Ob als fester Bestandteil der Sexualität, ob als nicht angesprochenes Tabu oder als effektive oder mögliche Bedrohung. Wie können Fachpersonen in Beratung oder Therapie das Thema «Pornografie» ansprechen? Welches können Schwierigkeiten, welches können positive Seiten von pornografischen Darstellungen sein? Wie kann mit der eigenen Überzeugung, Erfahrung oder Ambivalenz umgegangen werden? Was benötigen Paare in der Pornodiskussion? Der Workshop setzt Anregungen, wie damit in der Beratungsarbeit umgangen werden kann.

Werner Huwiler, Klinischer Sexologe ISI und Paartherapeut
Fachinput mit Gesprächsrunde

9. Faszination Pornografie – Neugier, Genuss oder Sucht?

Franz Eidenbenz, lic.phil. Psychologe, Psychotherapeut FSP, Leiter Zentrum Verhaltenssüchte, Radix Zürich, eigene Praxis in Affoltern a. A.
1. Prioriät 2. Prioriät 3. Prioriät 4. Prioriät Keine Prioriät
Erotische und pornografische Darstellungen kennt die Menschheit seit jeher. Die aktuellen kulturellen und technologischen Möglichkeiten machen Pornografie erstmals in der Menschheitsgeschichte in diesem Ausmass für Einzelne zugänglich. Überwiegend, aber nicht nur, sind es Männer, die pornografische Bilder und Filme im Internet konsumieren, oft mit grosser Ambivalenz zwischen Anziehung, Rausch und Scham. Was macht den Reiz, die Faszination von Pornografie aus? Worin unterscheidet sich exzessiver Pornografiekonsum von anderen Verhaltenssüchten? Wann und warum kippt ein selbstbestimmter Konsum in ein suchtartiges Verhalten? Erkenntnisse zur Logik und Funktion des Pornografiekonsums zwischen Selbstbestimmung und Sucht werden formuliert und diskutiert.
Fachinput mit Gesprächsrunde

10. Sexuelle Darstellungen im Netz – legal? Illegal?

Prof. Peter Moesch Payot, lic. iur. LL.M. Institut Sozialarbeit und Recht, Hochschule Luzern
1. Prioriät 2. Prioriät 3. Prioriät 4. Prioriät Keine Prioriät
Anhand von Fallbeispielen werden folgende rechtliche Fragestellungen bearbeitet:

  • Was genau ist eigentlich Pornografie? Was sagt das Strafrecht dazu?
  • Welche Arten von Pornografie werden rechtlich unterschieden? Was ist namentlich gemeint mit harter Pornografie, mit weicher Pornografie, mit Kinderpornografie?
  • Wo sind die Grenzen in der Nutzung und im Weitergeben von Pornografie?
  • Welche Bedeutung hat das Alter der Konsumierenden und die Zielsetzung des Jugendschutzes?
  • Versand von Nacktbildern/Videos – was ist strafbar? Wann machen sich Jugendliche strafbar?
  • Inwieweit besteht für Fachpersonen in der Jugendarbeit, in der Schule etc. eine Meldepflicht oder ein Melderecht bei den Eltern oder der KESB? Inwieweit gibt es eine Anzeigepflicht oder ein Anzeigerecht bei der Polizei?
  • Was tun Polizei und Strafuntersuchungsbehörden bei einer Verdachtsmeldung?

Fachinput mit Gesprächsrunde

11. Liebes(unter)ordnungen – zur (Re-)Produktion von Geschlechterbildern und Machtverhältnissen

Dagmar Hoffmann, Professorin für Medien und Kommunikation, Universität Siegen
Friederike Tilemann, Professorin für Medienbildung, PH Zürich
1. Prioriät 2. Prioriät 3. Prioriät 4. Prioriät Keine Prioriät
Geschlechterbilder und Sexualformen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten vervielfältigt und zerstreut. Einerseits hat sich die Grenze zwischen Perversität und Normalität verschoben, ist kaum noch irgendeine Spielart des Sexuellen ein Aufreger. SexualwissenschaftlerInnen sprechen von Neosexualitäten, einem breiten Spektrum an allen möglichen Sexualpraktiken, für die es immer Verbündete und AnhängerInnen gibt. Andererseits finden sich aber auch stereotype Rollen- und Körperbilder insbesondere in Mainstreampornos. Hier werden oftmals überkommene, wenig zeitgemässe Geschlechter- und Machtverhältnisse präsentiert. In der Session geht es um genau diese Ambivalenz, mit der vor allem junge Menschen konfrontiert sind. Es gilt, für die pädagogische Praxis Konzepte zu entwickeln, die Ambivalenzen sichtbar zu machen und junge Menschen für Widersprüche zu sensibilisieren. Zugleich sollte für sie die Befähigung wichtig sein, Sexualität für sich grundsätzlich selbstbestimmt entwickeln und leben zu können.

Dagmar Hoffmann, Prof. Dr. phil. , Professorin für Medien und Kommunikation, Universität Siegen Friederike Tilemann, Prof., Professorin für Medienbildung, PH Zürich
Diskussionsforum

12. Offene Gesprächsrunde zum Thema Pornografie

Moderation: Christina Caprez, Tagungsmoderatorin
und Mike Mottl, Geschäftsleiter mannebüro züri
1. Prioriät 2. Prioriät 3. Prioriät 4. Prioriät Keine Prioriät
Welche eigenen Erfahrungen mit dem Thema Pornografie machen wir im Umgang mit Jugendlichen oder Erwachsenen? Wie gehen wir als Gesellschaft mit dem Thema Pornografie um? Welche Fragen beschäftigen aus ethischer Sicht? Im Vordergrund steht in diesem offenen Diskussionsforum der Austausch unter Teilnehmenden aus verschiedenen Bereichen.


mannebüro züri
Hohlstrasse 36
8004 Zürich

Telefon 044 242 08 88
info@mannebuero.ch

PC Konto 80-58162-8
Das mannebuero züri sucht immer nach Mitgliedern.

Jetzt Mitglied werden
Das mannebüro züri ist eine Beratungs- und Informationsstelle für Männer. Schwerpunkte unserer Arbeit sind der Umgang mit häuslicher Gewalt, Krisensituationen und Konflikten, sowie die Auseinandersetzung mit der Rolle als Mann und der männlichen Sexualität. Und wir setzen uns für die gleichen Rechte aller Geschlechter ein sowie für eine Gesellschaft ohne Gewalt.

Das Angebot des mannebüro züri richtet sich auch an interessierte Fachpersonen und Medienschaffende.

Wir arbeiten vertraulich!
72#0##0#0